Der Bundeswirtschaftsminister hat keine Ahnung, davon aber sehr viel

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Der Bundeswirtschaftsminister hat keine Ahnung, davon aber sehr viel
Bildquelle: Tichys Einblick

Der neueste Ulk von Julian Olk vom Handelsblatt, das sich den Namen Habeckblatt redlich und auch unredlich durch erstaunlich viel Habeck-Panegyrik verdient hat, lautet: Habeck glänzt, aber Habeck eben und nicht die Partei der Grünen, denn so das Habeckblatt: „Der Vizekanzler ist deutlich beliebter als seine Partei und führt mitunter sogar gegen Friedrich Merz. Doch an der Basis wächst der Unmut. Und auch der Regierungspartner arbeitet gegen ihn.“ Alle böse gegen die neue deutsche Lichtgestalt, gegen den Titanen, der das Wunder vollbrachte, eine funktionierende Volkswirtschaft in nur drei Jahren in die berühmt-berüchtigte Habeck-Rezession, aus der die Habeck-Depression wird, mit Berserkermut und Berserkerkraft geführt hat, alle böse gegen den übergrünen Glänzer. Mitunter führt aber auch der überstarke Habeck in der Kanzlerpräferenz nicht, sondern ist Habeck plötzlich ein noch schwächerer Habeck gegen einen an sich schon sehr schwachen Merz.

In der Bundestagswahl am 23. Februar 2025 können die Deutschen im Kaufhaus „Zur Brandmauer“ nur noch die Ladenhüter der vorvorigen Saison zum Wucherpreis erwerben. Da ist ein Friedrich Merz, der sich jeden Tag aufs Neue wundert, dass Angela Merkel nicht mehr, dafür aber Hendrik Wüst noch da ist und der vergesslicher, was seine Aussagen vom Vortag betrifft, als selbst Olaf Scholz ist, während die SPD wie eine frühvergreiste Juso-Brigade wirkt, die zuweilen gern so schick wäre wie die Grüne Jugend.

Doch die Gelbhaar-Affäre, von der sein Wahlkampfmanager Andreas Audretsch Nutznießer ist, von dem übrigens nur das Handelsblatt genau weiß, dass „Audretsch oder erst recht Habeck“ nicht „an der Intrige mitwirkten“, Habecks meisterliche Idee, Sozialabgaben auf Kapitalerträge zu legen, die er nicht zu erläutern, nicht Auskunft darüber zu geben vermag, was er damit meint und wie das Ganze wenigstens im Groben, in großen Linien funktionieren soll, zeigen, dass der große grüne Glänzer weder Krisenkommunikation beherrscht, noch etwas von Sozialpolitik versteht, sondern nur vom Personenkult, genauer vom Kult der eigenen Person. Es gibt wohl kaum einen deutschen Politiker, der öfter das Wort ICH benutzt als Robert Habeck. Nun muss selbst Habeck die Konjunkturprognose für die Jahre 2025 und 2026 für die deutsche Wirtschaft deutlich nach unten korrigieren – und bleibt immer noch hoffnungslos illusionär. Was Wohlstand und Wirtschaftsleistung betrifft, kennt der Degrowth-Minister nur eine Richtung – nach unten –, während es mit der Inflation, den Lebenshaltungskosten und den Steuern und Abgaben steil nach oben geht. Einen Robert Habeck muss man sich eben leisten können.

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