Der Kabinettsumbau von Bundeskanzler Friedrich Merz entwickelt sich kommunikativ zum Fiasko. Nachdem zunächst bekannt wurde, dass Verkehrsminister Patrick Schnieder seinen Mitarbeitern seine Entlassung per SMS ankündigte, Merz auf der Pressekonferenz aber keinen Nachfolger präsentieren konnte, kommen auf X die scharfe Reaktionen. Mit Spott und Kritik wird nicht gespart.
WELT-Journalist Robin Alexander kommentiert den Ablauf mit beißender Ironie: „Ich werde der Versuchung widerstehen, diese Regierungsumbildung als Odyssee zu beschreiben.“
Bild-Vize Paul Ronzheimer bringt es auf den Punkt: „Friedrich Merz betont in seiner PK, dass seine 'Reform-Regierung' sehr erfolgreich laufe, um dann im Sinne von „never change a winning Team“ sehr viele Posten auszuwechseln. Gleichzeitig kann ich mich nicht erinnern, dass schon einmal ein Bundeskanzler einen Minister (ohne vorherigen Skandal) rausgeworfen hat, aber keinen Nachfolger benennen konnte, weil die Wunsch-Person am Morgen absagt. Und warum kündigt man einfach mal so in einer PK an, dass es einen weiteren Umbau gibt, ohne Details zu nennen?“
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