Verurteilt wegen Mord an Schleyer: RAF-Mörder Wisniewski wohnt mit Vordenker der Vulkangruppe im selben Haus

vor 6 Monaten

Verurteilt wegen Mord an Schleyer: RAF-Mörder Wisniewski wohnt mit Vordenker der Vulkangruppe im selben Haus
Bildquelle: NiUS

Der linksextreme Physiker Guido Arnold gilt als Stichwortgeber ökoterroristischer Gruppen wie der „Vulkangruppe“. Nun zeigen Recherchen von NIUS: Arnold ist in demselben linksextremen Hausprojekt in Köln gemeldet, in dem auch Stefan Wisniewski, RAF-Mitglied der zweiten Generation und Mörder des Arbeitgeberpräsidenten Hanns Martin Schleyer, lebt.

Das Haus, ein Ziegelsteinbau, dessen Fassade mit fünfzackigen, rostigen Metallstern, einer schwarz-roten Fahne des Anarcho-Syndikalismus und einer Fahrrad-Installation versehen ist, befindet sich in der Kölner Südstadt. Der Eingangsbereich ist mit Graffiti übersät. Arnold, dessen Begriffe und Ratschläge sich in Bekennerschreiben und Taten der Vulkangruppen wiederfinden, lebt schon über zwölf Jahre in dem Hausprojekt. Kürzlich rief er in der linksextremen Szene selbst zu Anschlägen auf und dazu, „Recherche-Arbeit“ zu leisten, um weitere mögliche Ziele für „Angriffe“ zu identifizieren.

Neben einer ansässigen Fahrradwerkstatt mit dem Namen „Zweiradkollektiv“ wohnt dort außerdem der ehemalige RAF-Terrorist Stefan Wisniewski. Nach Informationen von NIUS lebt er dort mit seinem Sohn. Ein Verein mit dem Namen Prekarius e.V. verwaltet das Haus – er gibt vor, „Menschen in prekären Lebenssituationen“ zu unterstützen.

Stefan Wisniewski verlässt mit dem Fahrrad das linksextreme Hausprojekt im Ferkulum.

Ein weitmaschiges Netz aus Vereinsstrukturen um das Haus und seine Bewohner bietet linken Straftätern und Terroristen scheinbar eine perfekte Infrastruktur.

Wisniewski gilt als die „Furie der RAF“ und besonders skrupelloser Linksterrorist. Laut Urteil des Oberlandesgerichts Düsseldorf fuhr er im September 1977 den VW-Bus, mit dem die Rote Armee Fraktion Hanns Martin Schleyer entführte. Laut Ex-RAF-Mitglied Peter-Jürgen Boock soll Wisniewski auch die Todesschüsse auf Schleyer mit abgegeben haben; zuvor hat er demnach das Auto gefahren, in dessen Kofferraum man Schleyer vom RAF-Versteck in Brüssel über die Grenze nach Frankreich fuhr. Auch zwei Polizeibeamte und Schleyers Fahrer tötete Wisniewski mit der RAF.

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