Ich war mal wieder zwei Wochen im Osten Deutschlands als Vakanzvertretung unterwegs. Seitdem meine Landeskirche im Rheinland mich als querdenkenden Pfarrer in die Frühpensionierung versetzt hat, bin ich seit 3 Jahren regelmäßig ehrenamtlich als Pfarrer in Ostdeutschland tätig. Zum nächsten Weihnachts-, Oster- und Pfingstfest bin ich in einer Kirchengemeinde in der Uckermark eingeplant.
Die DDR ist bei meinen vielen Begegnungen kein dominierendes Thema. Neue gesellschaftliche Themen, private Anliegen und der christliche Glaube bestimmen die Gespräche. Doch hin und wieder kommen wir dann doch auf die DDR-Vergangenheit zu sprechen. Diese Sozialisation und die weitreichenden Folgen sind bis heute unübersehbar. Selbst die nach 1989 Geborenen beteiligen sich an den Gesprächen mit den Ansichten, die sie aus erster Hand von Eltern und Großeltern mit in die Wiege gelegt bekommen haben. Als Wessi kann ich da nicht mitreden; aber ich höre aufmerksam zu.
Ziemlich viele Menschen können der DDR gute Seiten abgewinnen: „Es war vor der Wende nicht alles schlecht. Die nachbarschaftliche Hilfsbereitschaft, das Miteinander in den Betrieben auch über die Arbeit hinaus, vielfache kulturelle Veranstaltungen, Ferienfreizeiten und Sportveranstaltungen. Es wurde immer was geboten. Keiner musste Langeweile haben. Heute ist sich jeder selbst der Nächste; in der DDR wurde das Miteinander und das Wir großgeschrieben.“
DRAMA IN REGENSBURG: Geiseldrama beendet! SEK nimmt Verdächtigen fest - Ein Toter | STREAM










