Orbán zum Führungschaos in Brüssel: „Werden die EU nicht verlassen – sie zerfällt von selbst“

vor 7 Monaten

Orbán zum Führungschaos in Brüssel: „Werden die EU nicht verlassen – sie zerfällt von selbst“
Bildquelle: Tichys Einblick

Orbán begann seine Ausführungen bei dem aktuellen Medientermin in Budapest mit einer Bewertung des globalen Machtgefüges: „2025 war ein sehr ereignisreiches Jahr und es war jedem klar, dass eine Ära in der internationalen Politik zu Ende gegangen ist. Mit dem Amtsantritt von Donald Trump hat die alte Ära ihren Gnadenstoß erhalten.“ Für Orbán markiere dies das Ende der „liberalen Weltordnung“, die sich nunmehr in einer neuen Phase, der „Ära der Nationen“, befinde. Der 62-jährige Regierungschef sieht sich selbst seit 2010 als Vorbote dieser Epoche, in der nationale Interessen wieder im Vordergrund stünden.

Ein zentraler Punkt seiner Kritik richtete sich gegen die Energiepolitik der EU: Orbán betonte, dass die Fähigkeit eines Landes, sich selbst mit Strom und Treibstoff zu versorgen, entscheidend sei für dessen Souveränität. „Dann ist die Sicherheit gewährleistet. Aber das Ziel Brüssels ist es, Ungarn von den russischen Öl- und Gaslieferungen abzuschneiden“, sagte er und betonte, Ungarn werde juristisch gegen entsprechende EU-Verordnungen vorgehen.

In einem früheren Posting auf Facebook hatte Orbán die Energiepolitik der EU bereits als „absurd“ kritisiert und gewarnt, dass die Sanktionen auf Kosten der europäischen Verbraucher gingen. „Es ist klar, dass die Energiebedrohung aus der Ukraine auf ein höheres Niveau geschaltet wurde“, schrieb er und unterstrich die Bedeutung günstiger Energiepreise für Haushalte und Unternehmen.

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