Es ist keine einmalige Entgleisung, leider nicht. Die deutsche Olympiamannschaft, diese Ritter in der traurigen Olympia-Uniform, sind angehalten, ihr Outfit zu allen Gelegenheiten zu zeigen.
Diese Kleidung, man kann es nicht anders sagen, ist eine Mischung aus Busfahrer-Uniform, Postzusteller-Outfit und regendichter Zeltjacke, in der man auch schlafen kann. Dazu ein Fischerhut auf dem Kopf. Unsere Topathleten müssen sich vorkommen wie der Berliner Regierende Bürgermeister auf Wandertour im Spandauer Forst, so provinziell.
Sie haben sich vier Jahre auf diesen Höhepunkt eines Sportlerlebens vorbereitet. Sie haben hart und diszipliniert daran gearbeitet, höher, schneller, weiterzukommen als die Konkurrenten aus aller Welt. Und wer sie ohne diese groteske Uniform sehen kann, sieht es ihnen auch an: gestählte Körper, angespannt, bereit, der Welt ihre Leistungsfähigkeit zu zeigen. Das alles fällt weg, wenn unsere Sportler sich in diese Bedarfskleidung zwingen müssen.
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