OECD senkt Prognose des blutleeren Scheinwachstums

vor etwa 2 Monaten

OECD senkt Prognose des blutleeren Scheinwachstums
Bildquelle: Tichys Einblick

Es geschah mit ein wenig Verspätung, aber letzten Endes war es unvermeidlich: Wenige Wochen nach der Korrektur der Wachstumsprognose durch die Bundesregierung folgte nun auch die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, die OECD, und senkte den Wachstumsausblick für Deutschland auf nur noch 0,7 Prozent. Für das kommende Jahr rechnen die Funktionäre mit einem Aufschwung von 1,1 Prozent. Dies entspricht einer Korrektur nach unten um 0,4 Prozentpunkte seit dem letzten Wirtschaftsausblick im März dieses Jahres. Man möchte beinahe sagen: Immerhin, noch scheint die Wirtschaft ja zu wachsen. Noch trotzt sie wohl den Regulierungen, immer höheren Abgaben und sonstigen Hindernissen, mit denen die politische Führung sie malträtiert.

Selbstverständlich handelt es sich hier um eine leicht durchschaubare Camouflage. Wir erleben jedes Jahr das gleiche Ritual: Zu Jahresbeginn publizieren Bundesregierung und Wirtschaftsinstitute ihre Wachstumsprognose, die in den Folgemonaten in einer sich steil neigenden Treppenfunktion grafisch wieder zurückgenommen wird. Der Öffentlichkeit wird ein optimistischer Grundton, ein positiver Blick auf das neue Jahr vermittelt – was zählt, ist der erste Eindruck. Oder: Es wird schon alles nicht so schlimm, wie die Schwarzmaler sagen, wir haben alles im Griff, so der Tenor.

Eine lächerliche Komödie, die andeutet, wie sehr Politik und Medien an der so wichtigen Wachstumsziffer, diesem vermeintlichen Ausweis politischer Leistung, herumdoktern. Es ist stets das Gleiche, das Drehbuch ist jedes Jahr identisch: Friedrich Merz, Katherina Reiche, Lars Klingbeil und die anderen Zentralplaner plustern sich öffentlich mit einer Scheinprognose auf. Ihre Medien arbeiten dann in der Folge an einer Opferlegende, um das politische Versagen zu verdecken und dabei mitzuhelfen, den neuen Sozialismus zu errichten.

Publisher Logo

Dieser Artikel ist von Tichys Einblick

Klicke den folgenden Button, um den Artikel auf der Website von Tichys Einblick zu lesen.

Weitere Artikel