Die Rettung von Robert Habeck ist angelaufen

vor 11 Monaten

Die Rettung von Robert Habeck ist angelaufen
Bildquelle: Tichys Einblick

Es gibt sie noch, die guten Nachrichten. Zwar haben 5000 Mitarbeiter von Northvolt ihren Job verloren, zwar missglückte das Sanierungsverfahren nach Chapter 11 in den USA, weshalb Northvolt Insolvenz in Schweden beantragen musste. Zwar türmt sich in den Finanzhimmel ein Schuldenberg von 5,8 Milliarden Euro, davon 600 Millionen oder 1,1 Milliarden Euro, die der deutsche Steuerzahler finanziert. Doch wenigstens muss man sich um den Gründer von Northvolt, Peter Carlsson, keine Sorgen machen. Früher nahm sich ein Geschäftsmann, wenn er fallierte, das Leben, heute gründet er eine neue Firma und sammelt wieder Geld ein, wohl auch von Ministern, für die Steuergeld nur ein anderes Wort für Spielgeld ist.

Dem Zeitgeist entsprechend macht Peter Carlsson nicht mehr in grüner Industrie, sondern jetzt in KI. Wie Bloomberg berichtet, heißt die Firma Aris Machina AB und will sich um die Optimierung von Produktionsprozessen kümmern, auch in der Batteriefertigung, wie Business Insider weiß. Der Mann hat Humor, denn gescheitert ist Northvolt nicht am Geld, das floss reichlich, sondern an der Optimierung von Produktionsprozessen, dort, wo nicht die Versprechen von Marktführerschaft und grünen Batterien verzaubern, sondern ganz banal Qualität und Menge der hergestellten Batterien zählen.

Im Herbst soll Habeck im Haushaltsausschuss Rede und Antwort stehen. Zeit also, Habeck zu entlasten. Schuld sind für Habeck und für das Handelsblatt immer die anderen, mal Putin, dann Viktor Orbán, und wenn gar nichts mehr hilft, dann eben Angela Merkel, die in der Tat für Deutschland den Sargnagel mit der Energiewende und den Novellierungen des rotgrünen EEGs einschlug. Für Habeck war dieser Sargnagel nur nicht dick und groß genug – und vor allem nicht tief genug. Das Handelsblatt behauptet nun, dass Angela Merkel schuld sei, in deren Regierungszeit Deutschland eine Haftung für Garantien für Ungebundene Finanzkredite (UFK) in Höhe von 480 Millionen US-Dollar übernahm. Ganz im Sinne Habecks verbreitet die Zeitung, um der Union mit Blick auf die nächste Sitzung des Haushaltsausschusses zu drohen, dass das „Risiko für den deutschen Steuerzahler wegen der Krise des Batterieherstellers Northvolt höher sein“ könnte „als bislang angenommen“.

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