„Nur noch verzweifelt“: NDR-Mann Berbner rechnet mit Merz ab

vor etwa 5 Stunden

„Nur noch verzweifelt“: NDR-Mann Berbner rechnet mit Merz ab
Bildquelle: Tichys Einblick

Wenn der öffentlich-rechtliche Rundfunk wieder einmal nachweisen muss, dass zwischen all den Reschkes, Restles und sonstiger festangestellter linker Haltungsarmada irgendwo auch noch eine abweichende Meinung existiert, darf Thomas Berbner wieder ans Mikrofon. Der NDR-Mann ist seit Jahren das konservative Feigenblatt eines Apparats, dessen politische Meinungsvielfalt sich ansonsten ungefähr zwischen links und linksaußen bewegt. Berbner ist der Mann fürs Grobe: Einer, den man gelegentlich vor die Kamera lässt, damit sich das zu 99,8 Prozent gleichgerichtete Programm anschließend wieder auf seine viel beschworene „Vielfalt“ berufen kann.

Berbner war auch der Kopf hinter „Klar“, jenem NDR- und BR-Format, das unter Julia Ruhs tatsächlich einmal Themen behandelte, die Millionen Beitragszahler beschäftigen. Er übernahm die redaktionelle Leitung und suchte Ruhs als Moderatorin aus. Nach der senderinternen Revolte gegen die Sendung wurde Ruhs beim NDR abserviert; auch Berbners bisheriges Team sollte verschwinden. Berbner hatte sich schon Jahre zuvor den Ruf erarbeitet, in den „Tagesthemen“ gelegentlich Dinge auszusprechen, die dort normalerweise allenfalls als Gegenstand eines Faktenchecks vorkommen. Nach den Stuttgarter Krawallen von 2020 sprach er über Angriffe auf Polizisten und die Haltung junger Einwanderer gegenüber staatlicher Autorität. Sein damaliger Schlusssatz: „Vielleicht ist der Tag nicht mehr allzu fern, dass niemand mehr Polizist werden möchte.“ TE hielt den Kommentar seinerzeit schon deshalb fest, weil eine solche Einschätzung im öffentlich-rechtlichen Fernsehen außergewöhnlich war.

Auch während Corona wich Berbner vom damals nahezu geschlossenen publizistischen Trommelfeuer ab. Im November 2021 warnte er vor einer allgemeinen Impfpflicht. „Ausgrenzung und Zwang sind der falsche Weg“, sagte er und verwies auf den Schaden, den ein gebrochenes politisches Versprechen für die Glaubwürdigkeit des Staates anrichten könne.

2019 hatte Berbner gemeinsam mit Torben Börgers die ARD-Dokumentation „Das Diesel-Desaster“ verantwortet. Der Film stellte die wissenschaftliche Grundlage der Fahrverbote und die politische Behandlung von Millionen Dieselfahrern infrage. Im eigenen Sender war damit plötzlich eine Debatte zu sehen, die große Teile des übrigen Medienbetriebs bereits für erledigt erklärt hatten.

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