Fast jeder zweite Tatverdächtige bei vorsätzlichen Tötungsdelikten in Bayern besitzt keinen deutschen Pass. Im Jahr 2025 ermittelte die Polizei in diesem Deliktsbereich insgesamt 466 Tatverdächtige. 220 von ihnen waren Ausländer. Das entspricht einem Anteil von 47,2 Prozent. Die Zahlen liegen NIUS exklusiv vor.
Sie stammen aus der Antwort der bayerischen Staatsregierung auf eine schriftliche Anfrage des AfD-Landtagsabgeordneten Jörg Baumann. Ausgewertet wurden Mord, Totschlag, minder schwerer Totschlag und Tötung auf Verlangen.
Die Polizeiliche Kriminalstatistik weist für 2025 insgesamt 405 entsprechende Fälle aus. Dabei handelte es sich in 322 Fällen um versuchte und in 83 Fällen um vollendete Tötungsdelikte. Gegenüber 2024 stieg die Fallzahl um 39 Fälle oder 10,7 Prozent. Die Zahl der vollendeten Taten nahm von 67 auf 83 zu – ein Anstieg um knapp 24 Prozent.
Von den 405 Fällen entfielen 131 auf Mord, darunter ein Raubmord und vier Morde im Zusammenhang mit Sexualdelikten. Weitere 272 Fälle wurden als Totschlag und zwei als Tötung auf Verlangen erfasst.
Noch deutlicher als die Fallzahl nahm die Zahl der ermittelten Tatverdächtigen zu. Sie stieg binnen eines Jahres von 408 auf 466 und damit um 14,2 Prozent.
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