Northvolt: Der Wirtschaftskrimi, der vertuscht werden soll

vor etwa 1 Jahr

Northvolt: Der Wirtschaftskrimi, der vertuscht werden soll
Bildquelle: Tichys Einblick

Das hatten sich die neuen Blockfreunde aus Deutschlands hohem Norden so schön vorgestellt: Dass die ganze Welt elektrisch werden soll, wünschten sich Robert Habeck und Daniel Günther herzinniglich, dass VW E-Autos produziert, die alle Welt plötzlich kaufen will, weil eine Klimafee mit bestellten Gutachten herumfuchtelte – und die Batterien dafür sollten von Northvolt kommen, die in Heide in Habecks und Günthers Bundesland Schleswig-Holstein produziert werden würden. So einfach und so sicher sah das in der Hochglanz-Power-Präsentation der Politik aus.

Leider ist im hohen Norden bei Habeck und Günther auch über 35 Jahre nach der Friedlichen Revolution in der DDR immer noch nicht angekommen, dass Sozialismus eine ganz schlechte Idee ist, auch dann, wenn man ihn klimaneutrale Gesellschaft nennt, was auf eine wirtschaftsneutrale Gesellschaft mit wachsendem Degrowth-Potential hinausläuft, bis eben nichts mehr da ist.

Also einigten sich die beiden Möchtegernunternehmer im Nebenberuf, dass die KfW eine Wandelanleihe von 600 Millionen Euro herausgibt, für die hälftig der Bund und das Bundesland Schleswig-Holstein bürgen, das heißt zu 100 Prozent der Steuerzahler, denn Steuergeld ist bekanntlich für Politiker das billigste Geld, leicht über ein gewachsenes und ausdifferenziertes Repressionssystem einzutreiben und noch leichter nach Gusto auszugeben. Persönliche Haftung existiert nicht, im Zweifelsfall tritt der Mechanismus der kollektiven Verantwortungslosigkeit ein.

Nur knapp acht Monate nach dem pompösen ersten Spatenstich beantragte im November 2024 Northvolt in den USA Gläubigerschutz nach Chapter 11 des US-Insolvenzrechts und im März 2025, ein Jahr nach dem ersten Spatenstich meldete das Unternehmen zusätzlich Insolvenz in Schweden an.

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