Bundeskanzler Friedrich Merz hat am Freitag seine Position zum Irankrieg radikal geändert – und das kurz nach seinem Besuch bei US-Präsident Donald Trump. Bei einem Besuch der Handwerksmesse in München meinte der CDU-Politiker: „Eine dauerhafte Fortführung dieses Krieges wäre nicht in unserem Interesse. Gleiches gilt auch für den möglichen Zusammenbruch der iranischen Staatlichkeit oder auf dem iranischen Boden ausgetragener Stellvertreterkonflikte.“
Merz warnte am Rande der Messe vor schwerwiegenden Folgen für die Sicherheit, für die Energieversorgung und für die Migration in Europa durch den Krieg. Er unterstütze zwar die Zielsetzung der USA und Israels, gleichzeitig betonte er jedoch: „Ein endloser Krieg ist nicht in unserem Interesse.“
Damit revidiert der Bundeskanzler seine Position im Irankrieg. Merz hatte sich unter allen Staats- und Regierungschefs bedeutender europäischer Staaten am deutlichsten an die Seite US-Präsident Trumps gestellt – selbst zog er zeitweise Maßnahmen zur Ermöglichung der israelisch-amerikanischen Schläge gegen das Mullah-Regime in Betracht.
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