Auszug aus unserem täglichen Newsletter: Wie die Herrschaft der Alten unsere Wahlen beeinflusst

vor mehr als 1 Jahr

Auszug aus unserem täglichen Newsletter: Wie die Herrschaft der Alten unsere Wahlen beeinflusst
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von Björn Harms

Man kann sich aus der „Herrschaft der Alten“, der Gerontokratie, derzeit nicht heraus wählen. 42,1 Prozent der Wahlberechtigten bei der Bundestagswahl am 23. Februar werden über 60 Jahre alt sein, wie aktuelle Schätzungen des Statistischen Bundesamts ergaben.

Die Zahl schnellt seit Jahren nach oben und wird auch weiter steigen, denn es wurden und werden in Deutschland zu wenige Kinder geboren. Die Folge: Alle Parteien müssen vor allem den Älteren Versprechungen machen, weil man ohne ihre Stimmen keine Wahl gewinnen kann und mit ihren Stimmen eine Wahl dominieren kann. Die Kohorte der Babyboomer tritt derzeit ins Rentenalter ein und will keine Veränderung des Systems, von dem sie am meisten profitieren. „Alle größeren Parteien sind offensichtlich darum bemüht, mögliche Belastungen für die Rentnerinnen und Rentner zu vermeiden und stattdessen die Last auf die aktuellen und kommenden Beitragszahler zu verlegen“, lautete kürzlich die ernüchternde Analyse aller Wahlprogramme durch den Ökonomen Joachim Ragnitz vom Münchner ifo-Institut.

Das jetzige System saugt die jungen Menschen fortlaufend aus, sei es durch das Schneeballsystem namens gesetzlicher Rentenversicherung, die früher oder später in sich zusammenfallen wird, oder durch die ständig steigenden Sozialabgaben.

Da junge Menschen aber selbst durch den Gang zur Wahlkabine kaum etwas daran ändern können, droht die Gerontokratie zwangsläufig auch die Demokratie zu beerdigen.

von Julian Reichelt

Die meisten Menschen betreten die Wahlkabine ohne große Euphorie über ihre Entscheidung, die sie auf dem Zettel ankreuzen. Das bekannteste deutsche Sprichwort über Wahlen ist das „geringste Übel“. Man wählt, um das Schlimmste abzuwenden.

Traurige Realität in Deutschland: immer mehr Tote und Verletzte durch gezielte Messer-Attacken. Im Foto: der Messer-Täter von Mannheim, der den Islamkritiker Michael Stürzenberger aus dem Nichts angriff und danach einen zur Hilfe eilenden Polizisten tötete.

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