Muslimischer Bürgermeisterkandidat will bekannte Stierkampfarena in Moschee umwandeln

vor etwa 2 Monaten

Muslimischer Bürgermeisterkandidat will bekannte Stierkampfarena in Moschee umwandeln
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In Barcelona hat der muslimische Bürgermeisterkandidat Hasan Izquierdo gefordert, dass der Einfluss des Islams auf die spanische Geschichte stärker betont werden solle. Von 711 bis 1492 herrschten in dem damaligen Reich Al-Andalus die Muslime, deren Herrschaft mit der Reconquista beendet wurde. Laut der spanischen Zeitung El Debate handelt es sich bei Izquierdo um einen Mann, der zum Islam konvertiert ist.

Er ist Vorsitzender der Partido Andalusí, die 2023 von einem Muslim gegründet wurde und sich für einen „andalusischen Nationalismus“ und einen „islamischen Nationalismus“ einsetzt. In einem Video entwirft der Bürgermeisterkandidat seine Vision für Barcelona: Die Stadt solle eine „multiethnische Stadt“ sein. Der Einfluss von Al-Andalus auf Katalonien und auch der heutigen Muslime solle stärker repräsentiert werden. In der Debatte um Spaniens Geschichte sei die muslimische Prägung der Kultur zu sehr an den Rand gedrängt worden.

Heute in Katalonien lebende Muslime sollten nicht nur Gegenstand von Debatten sein, sondern als politische Akteure selbst aktiv werden. Wie El Debate berichtet, ist Izquierdo der Ansicht, dass die demografische Entwicklung zu neuen Formen der Partizipation führen werde. Der Politiker unterbreitet auch konkrete Vorschläge, wie er seine Vision umsetzen will: Die La Monumental, eine große frühere Stierkampfarena, die 1914 erbaut wurde, soll in eine Moschee und ein islamisches Kulturzentrum umgebaut werden. 2011 fand dort der letzte Stierkampf statt, ehe dies verboten wurde.

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