München: Explosionen und Suizid – Polizei geht von Familiendrama aus

vor 10 Monaten

München: Explosionen und Suizid – Polizei geht von Familiendrama aus
Bildquelle: Tichys Einblick

Professionell kurz und knapp war das 9. Lageupdate der Münchner Polizei um 15:42 Uhr: „Die polizeilichen Maßnahmen auf der Theresienwiese sind abgeschlossen. Die Gefahrensituation hat sich nicht bestätigt. Das Oktoberfest öffnet um 17:30 Uhr.“

Zuvor hatte ein blutiges Familiendrama am Mittwochmorgen München in Angst und Schrecken versetzt. Nach ersten Ermittlungen geht die Polizei davon aus, dass ein 57-jähriger Mann im Stadtteil Lerchenau im Münchner Norden sein Elternhaus in Brand setzte, wohl seinen 90-jährigen Vater erschoss und seine 81-jährige Mutter (Polizei: „Deutsche Staatsangehörige“) sowie seine 21-jährige Tochter, eine deutsch-brasilianische Staatsangehörige, schwer verletzte. Er selbst starb wenig später am Lerchenauer See offenbar durch Suizid.

Der Tatverdächtige führte zudem einen Rucksack mit sich, in dem sich nach jetzigem Stand eine Sprengvorrichtung befand, die zunächst entschärft werden musste. Der 57-Jährige verfügte weder über waffen- noch sprengstoffrechtliche Erlaubnisse, so die Polizei.

Die Tat hatte weitreichende Folgen: Weil der Täter in einem Schreiben mit einem Sprengstoffanschlag auf das Oktoberfest drohte, blieb die Wiesn bis voraussichtlich 17:30 Uhr geschlossen.

Schon früh allerdings hatte die Polizei kommuniert: „Aktuell gibt es keine Hinweise, dass an anderen Orten in München eine Gefahr besteht.“

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