Das Wort “sehr” solle aus jedem journalistischen Text gestrichen werden, empfahl der Sprachpapst Wolf Schneider. Wer es verwende, traue der Kraft seiner Worte nicht. Ein guter Rat, eine gute Erklärung des großen Publizisten. Schneider ungewollt recht geben Kanzler Friedrich Merz (CDU) und seine Genossen nach dem “Koalitions-Gipfel”, wenn sie die Erhöhung des Etats zum Straßenbau sprechen.
Man habe “sehr lange” über die Grundsicherung gesprochen, verkündet Arbeitsministerin Bärbel Bas (SPD). Auch wenn dann nur ein fauler Kompromiss dabei herausgekommen ist.
Die Gespräche seien aber “sehr sehr gut” gewesen, betont Merz. Der Kanzler scheint seinen eigenen Worten nicht zu trauen – seine Zuhörer tun gut daran, es ihm zumindest in diesem Punkt gleich zu tun.
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