Eine bewaffnete Bande afghanischer Migranten soll an der bosnischen Grenze zu Kroatien andere Migranten in die EU schleusen – und außerdem entführen, um Lösegeldforderungen zu stellen. Das geht aus einem Bericht des Balkan Investigative Reporting Network (BIRN) hervor, das wochenlang zu der Bande namens BWK recherchiert hat. Demnach wenden die Afghanen krude Methoden an – und haben Aufenthaltstitel in Italien, aber auch Deutschland.
Dem Bericht zufolge versucht die Bande auf drei Wegen, an Geld zu kommen: Sie schleusen Migranten gegen Bezahlung nach Kroatien, fangen aber auch Personen ab, die sich selbstständig auf den Weg machen, und filmen diese dann mit deren eigenen Smartphones. Die Aufnahmen werden dann an die Familien der – offenbar gezielt als wohlhabend ausgemachten – Betroffenen gesendet, und ein variierendes Lösegeld gefordert, das von wenigen Hunderten bis mehreren Tausenden Euro reicht.
Auch die dritte Methode beinhaltet Entführungen: Hierbei fangen die Afghanen Migranten ab, die erfolglos versucht haben, nach Kroatien einzureisen, jedoch an der Grenze zurückgewiesen wurden. Obwohl es sich dabei teilweise um Personen handelt, die zuvor für den Schleuserdienst der Bande bezahlt haben, werden auch sie festgehalten und erst gegen ein Lösegeld freigelassen.
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