Das hämische Grinsen und das ständige, um Bestätigung buhlende Hinüberschielen der Moderatorin zu ihrer Sitznachbarin sagt eigentlich alles. Caren Miosga will es heute wissen. Sie will Jens Spahn in die Zange nehmen, und dafür hat sie sich Unterstützung geholt. Ihr zur Seite sitzt die Ökonomin Monika Schnitzer, die eine Lanze bricht für immer höhere Abgaben, immer höhere Steuern und immer weniger im Geldbeutel.
Explodierende Preise an der Tankstelle und im Supermarkt – alles kein Problem, sagt Schnitzer. Wir seien momentan ja noch in einer Situation, „wo es wirklich noch nicht so schlimm ist. Die wirklich schlimmen Zeiten kommen erst noch“.
Schnitzer verdient bereits als W3-Professorin sechsstellig und bekommt zusätzlich als Vorsitzende der „Wirtschaftsweisen” mehr Aufwandsentschädigung als mancher im Jahr verdient. Sie erklärt den Deutschen ohne rot zu werden, warum eigentlich fast jeder im Land gutsituiert ist.
Was nach Hohn und Spott klingt, formuliert sie völlig schambefreit: „Es muss doch mal gesagt werden: Wer Auto fährt, kann sich schon mal zumindest ein Auto leisten. Das heißt, wir reden hier nicht unbedingt über die Allerärmsten. Natürlich sind jetzt alle die, die Auto fahren, von diesen gestiegenen Spritpreisen betroffen. Aber die Allermeisten werden das ganz gut wegstecken können.“ Es gehe ja nur um etwa 30 Euro Mehrbelastung pro Monat, und das sei doch wirklich zu vernachlässigen.
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