Die Gewalt auf den Straßen ist jetzt ein Fall für Friedrich Merz

vor etwa 1 Jahr

Die Gewalt auf den Straßen ist jetzt ein Fall für Friedrich Merz
Bildquelle: Tichys Einblick

Jeden Tag ein neuer Messerangriff, zuletzt in Hamburg mit 18 Verletzten. Davor Bielefeld, Halle, immer wieder Berlin, Solingen. Ein erstochenes Kleinkind und ein ermordeter Helfer in Aschaffenburg; in Mannheim ein Anschlag auf einen Redner und ein erstochener Polizist. Es sind keine Einzelfälle.

Mittlerweile liegen die Zahlen auf dem Tisch. Jeden Tag 80 Angriffe, diese erschreckende Zahl muss die Polizeistatistik kürzlich eingestehen. Es ist dies keine Überraschung. Mindestens 60 Messerangriffe pro Tag, diese Zahl ermittelte TE-Autor Matthias Nikolaidis in mühseliger Kleinarbeit bereits für das Jahr 2022 – diese Analyse wurde vor ziemlich genau zwei Jahren veröffentlicht. Selbstverständlich wurde TE dafür öffentlich beschimpft. Eine Zuwachsrate von 30 Prozent in zwei Jahren bei schweren Gewaltverbrechen – der Politik ist das erkennbar egal.

Fakten werden öffentlich nicht zur Kenntnis genommen oder wenn irgendwie möglich unterdrückt. Sie könnten die Bevölkerung beunruhigen, wie der frühere Merkel-Innenminister Thomas de Maizière (CDU) die Verschweigestrategie begründete.

Die Opfer werden schnell vergessen, wer erinnert sich noch an Kandel? Im Mordfall Mia V. erstach am 27. Dezember 2017 in Kandel (Rheinland-Pfalz) ein im Jahr zuvor als unbegleiteter minderjähriger Flüchtling eingereister Afghane ein 15-jähriges Mädchen. Der Täter wurde wegen Mordes und Körperverletzung nach Jugendstrafrecht zu einer Haftstrafe von acht Jahren und sechs Monaten verurteilt; er dürfte längst wieder frei sein und sich seines Lebens freuen.

Es gab damals Proteste nach dem Mord an dem Mädchen. Das darf nicht sein. Seither läuft eine Beschönigungsmaschinerie. Unerbittlich. Professionell.

Man hat die Taten verdrängt. Genauso, wie man die anderen Formen mit gleicher Wirkung extremer Gewalt verdrängt: In München Tote, weil ein Auto in eine Demonstration rast. In Köln gehören Sprengstoffanschläge und Handgranaten zum Lagebild der Polizei; marokkanische Banden kämpfen mit Clans diverser Herkunft um den lukrativen Cannabismarkt, der doch durch die Freigabe entkriminalisiert werden sollte, wie der frühere Gesundheitsminister Karl Lauterbach versicherte. In Frankfurt wird der kleine Lars vor einen einfahrenden ICE gestoßen und stirbt. Noch während man in Hamburg um die Opfer der neuesten Messerattacke bangt, wird in Essen eine unbeteiligte Passantin, die in einen Clan-Krieg auf offener Straße geraten ist, niedergeschossen und schwer verletzt.

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