Deutschsprachige Politiker-Biographien werden selten ins Englische übersetzt; zu wenig Bedeutung wird deutschen Politikern zuerkannt. Gerald Grosz zeigt sich daher erfreut über den Erfolg: „Das Buch wurde in Buchhandlungen bis ins letzte Eck verbannt, einzelne Händler im deutschsprachigen Raum verweigerten sogar den Verkauf. Der öffentlich-rechtliche Rundfunk in Deutschland bezeichnete es als ‚Wichsvorlage für Rassisten und Faschisten‘. Und dennoch wurde es ein großartiger Erfolg. Man kann dieses Buch weder zensieren noch verleumden, noch seinen Inhalt verleugnen.
Merkels Politik hat Europas Gesellschaften gespalten, Menschen ihre Heimat geraubt, die Sozialtöpfe der Plünderung preisgegeben, die Wirtschaft geschwächt und einzelne Schicksale auf dem Gewissen. Die etablierten Meinungsbildner wollten Merkel und ihren Wahnsinn in den Olymp heben – dem haben wir einen publizistischen Strich durch die Rechnung gemacht“, so Grosz.
Gerald Grosz liefert eine Abrechnung mit der Kanzlerschaft Angela Merkels, die pointierter und kompromissloser kaum ausfallen könnte. Er zeichnet das Bild einer politischen Epoche, die nach seiner Auffassung nicht nur Deutschland, sondern den gesamten europäischen Kontinent auf einen verhängnisvollen Kurs gebracht hat. Ausgangspunkt seines Werkes ist der 31. August 2015. An diesem Spätsommertag sprach Merkel in der Bundespressekonferenz die Worte, die längst in die politische Geschichte eingegangen sind: „Wir schaffen das!“ Grosz deutet diesen Satz nicht als bloße Floskel, sondern als Chiffre für eine tektonische Verschiebung in der europäischen Politik. Aus seiner Sicht war es der Moment, in dem sich Deutschland und Europa auf einen Weg begaben, dessen Folgen noch immer spürbar sind: ein Kontrollverlust im Asylwesen, eine Überforderung staatlicher Institutionen und eine tiefe gesellschaftliche Spaltung.
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