Mehrere Millionen Euro Unkosten: Brandenburgische Verwaltung hat 20 Prozent Büroflächen zu viel

vor 8 Monaten

Mehrere Millionen Euro Unkosten: Brandenburgische Verwaltung hat 20 Prozent Büroflächen zu viel
Bildquelle: Apollo News

In einem neuen Prüfungsbericht hat der brandenburgische Landesrechnungshof zahlreiche überbordende Ausgaben des Bundeslands gerügt. Außerdem warnt man bereits vor einer Normalität des Schuldenmachens – das Defizit im Landeshaushalt ist mittlerweile in etwa so hoch wie noch zu Corona-Zeiten.

So gibt das Land offenbar deutlich zu viel für Büroflächen aus – rund 340.000 Quadratmeter Bürofläche hält die Landesverwaltung. In Wahrheit sind 20 Prozent davon jedoch überflüssig, wie der Landesrechnungshof feststellt. Das liegt an Homeoffice- und Teilzeitregelungen, die insbesondere seit der Corona-Krise zugenommen haben. Dennoch weitet der Landesbaubetrieb BLB die Zahl der Büroflächen für die Verwaltung immer weiter aus. Der Rechnungshof sieht ein Einsparpotenzial von 20 Millionen Euro.

Besonders in die Kritik geriet außerdem die Europa-Universität Viadrina in Frankfurt (Oder) – dort habe man zuletzt weder wirtschaftlich noch sparsam gehandelt, so der Rechnungshof. So sollen Mitarbeiter bei weltweiten Dienstreisen Business Class geflogen sein und luxuriöse Hotels gebucht haben. Die Notwendigkeit der Reisen von bis zu 40 Tagen habe oft nicht nachgewiesen werden können – Belege würden häufig fehlen. Darüber hinaus soll die Universität ihren Mitarbeitern immer wieder private Geschenke und Grillfeste finanzieren.

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