Maischberger prallt an Dobrindt ab

vor etwa 1 Jahr

Maischberger prallt an Dobrindt ab
Bildquelle: Tichys Einblick

Einen Dobrindt bringt offensichtlich nichts aus der Ruhe. Der CSU-Innenminister soll sich bei Maischberger für die neuen, verschärften Kontrollen an den deutschen Grenzen rechtfertigen. Als habe ihn das Maut-Debakel, das ihn einst als Verkehrsminister den guten Ruf gekostet hat, für jedwede weiteren politischen Aktivitäten gestählt, bleibt er gelassen, selbst als Maischberger in ihre übliche Trickkiste greift: Worte verdrehen, ständig unterbrechen, dazwischenmurmeln, möglichst wenig komplette Sätze erlauben – kurz: den letzten Nerv rauben.

Sie steigt bereits mit zwei Provokationen in das Gespräch ein: Dobrindt sei ja als „Linken-Fresser“ berühmt-berüchtigt, und SPD-Verteidigungsminister Boris Pistorius bezeichne ihn übrigens als „unangenehm“. Dobrindt bleibt entspannt. Er habe Pistorius um etwas mehr Zurückhaltung gebeten, damit die Koalition nicht gleich vom Start weg so zerrüttet erscheine wie die Ampel zuvor. „Mit seiner Sprache kann man auch mal knapp danebenliegen“, sagt Dobrindt. Eins zu Null für ihn.

Maischberger kommt zum Hauptthema: die verstärkten Grenzkontrollen. Für sie ein ganz klarer Rechtsbruch. „Es geht nicht um Rechtsbruch“, antwortet Dobrindt. Ich versuche, das Recht wieder durchzusetzen in Europa.“ Doch Maischberger beharrt auf ihrem Standpunkt: „Wo ist die Gefahr für die Sicherheit und Ordnung Deutschlands, die so stark ist, dass Sie EU-Recht brechen können?“

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