Der französische Präsident hat der bisher eher unbekannten Brillen-Marke Henry Jullien dramatisch viel Aufmerksamkeit verschafft: Als Emmanuel Macron (47) bei seiner Rede mit einer markanten Sonnenbrille am Pult stand, wurde daraus binnen Stunden ein international diskutiertes Symbol. Und der kleine Luxushersteller konnte sich über einen wirtschaftlichen Glücksfall freuen.
Der Präsident trug die Pilotenbrille angeblich aus medizinischen Gründen: Eine Augenentzündung hätte ihn dazu gezwungen, seine Augen auch in Innenräumen zu schützen. Doch der verlautbarte Grund spielte in der öffentlichen Wahrnehmung schnell eine untergeordnete Rolle: Internationale Medien griffen das Bild auf, zahlreiche Zeitungen platzierten Fotos von Macron mit Sonnenbrille prominent auf ihren Titelseiten. In sozialen Netzwerken entwickelte sich der Auftritt rasch zum Gesprächsthema – mit tausenden Scherzen, in denen auch Brigitte Macron (72) eine Rolle spielte.
Es setzte auch bissige Kommentare, besonders deutlich äußerte sich US-Präsident Donald Trump, der Macrons Erscheinung während seiner eigenen Rede in Davos aufgriff. „Ich habe ihn gestern mit dieser schönen Sonnenbrille gesehen. Was zum Teufel ist passiert?“, fragte Trump vor Publikum. In Frankreich selbst witzelten Kommentatoren, Macron habe ausgesehen wie Tom Cruise in „Top Gun“, eine Anspielung, die sich rasch verselbständigte.
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