Energie-Krise: Lufthansa streicht 20.000 Flüge

vor 3 Monaten

Energie-Krise: Lufthansa streicht 20.000 Flüge
Bildquelle: Tichys Einblick

Der Grund für diesen drastischen Schritt liegt nicht in einer mangelnden Nachfrage, sondern den Folgen des Kriegs der USA und Israels gegen den Iran. Der Treibstoff wird immer teurer, es drohen Versorgungsengpässe. Seit der Eskalation der geopolitischen Spannungen im Nahen Osten sind die Preise für Kerosin regelrecht explodiert. Innerhalb kürzester Zeit haben sie sich nahezu verdoppelt – eine Entwicklung, die Fluggesellschaften weltweit unter enormen Druck setzt.

Für Lufthansa (103.255 Mitarbeiter und 737 Flugzeuge) bedeutet das konkret: Laut Financial Times verschwinden täglich bis zu 120 Flüge aus den Anzeigetafeln. Besonders betroffen sind Kurzstreckenverbindungen ab den zentralen Drehkreuzen Frankfurt und München. Strecken, die sich unter normalen Umständen gerade noch rechneten, werden plötzlich zu Verlustgeschäften. Die Konsequenz: Sie werden gestrichen, zumindest vorübergehend. Hinter dieser Maßnahme steckt ein klares Ziel: Treibstoff sparen, Kosten senken, Stabilität sichern.

Doch die Lage ist weit mehr als ein unternehmensinternes Problem: Während Flugpläne gekürzt werden, beraten die EU-Verkehrsminister gleichzeitig über Notfallmaßnahmen, sie alle kennen die alarmierenden Prognosen über die Treibstoffversorgung. So warnen Analysten, dass die Vorräte in Europa unter Umständen nur noch für wenige Wochen reichen könnten – ein Szenario, das den gesamten Flugverkehr ins Wanken bringen würde.

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