Dobrindt und die Medien: Linke Wut gegen konservativen Durchsetzungswillen?

vor etwa 1 Jahr

Dobrindt und die Medien: Linke Wut gegen konservativen Durchsetzungswillen?
Bildquelle: Tichys Einblick

Der neue Innenminister Dobrindt braucht ein dickes Fell – und das Gedächtnis eines Dickhäuters könnte ihm dabei helfen, Kraft für die bevorstehenden Kämpfe mit seinen linken und grünen Kritikern zu schöpfen. Die Erinnerung an die verbalen Prügel, die er in den letzten Jahren bezogen hat, könnten ihn bei der Durchsetzung einer neuen Innenpolitik stärken. Einige Beispiele.

Xtra-3 vom NDR hat ihm 2018 ein eigenes Schmählied gedichtet. Dazu heißt es: „In Bayern ist bald Landtagswahl. Und Alexander Dobrindt hat sich vorgenommen, alle paar Tage irgendwas Dämliches rauszuhauen. Dafür hat er sich ein Lied verdient.“

2010 kam er in der „Welt“ nicht gut weg: „Die CSU attackiert die Grünen scharf: Deutschland dürfe sich nicht von einer „Klientel-Minderheiten-Protestsekte“ tyrannisieren lassen“ (…). Auf einem neuen Plakat der CSU ist neben dem Bild einer verwelkten Sonnenblume zu lesen: „Scheinheilig. Unglaubwürdig. Grün.“ CSU-Generalsekretär Alexander Dobrindt bezeichnete die Grünen in München als „eine Protestsekte“. Er kritisierte mit Blick auf das umstrittene Bahnprojekt „Stuttgart 21“: „Sie ignorieren die Demokratie, sie ignorieren Schlichtersprüche und sie ignorieren Mehrheiten.“

2012 schrieb die Zeit (von AFP): „CSU-Generalsekretär Dobrindt will Verbot der Linkspartei prüfen..Die Linke wirft der CSU politische Brandstiftung vor: Ihr Generalsekretär hatte gefordert, ein Verbot der Linkspartei zu prüfen, ebenso wie ein NPD-Verbot (…) Mit einem Verbotsverfahren sollen zudem staatliches Geld an beide Parteien eingefroren werden. „Es darf keine Staatsgelder für die Gegner unserer Demokratie geben, egal ob Braun oder Dunkelrot“, sagte Dobrindt.“

Und Jetzt-Kabinettskollege Wolfram Weimer sagte über ihn bei n-tv 2017 als „Person der Woche“: „Schließlich hat just Dobrindt die Grünen als „Verbots- und Dagegen-Partei“ stigmatisiert, die das Land „schottern“ mit ihrer „rot-grünen Planwirtschaft“. Und er ist zugleich der eigentliche Architekt der Obergrenzenpolitik…Gleichwohl weiß Grünen-Co-Chef Cem Özdemir, dass man mit Dobrindt zwar hart, aber auch verlässlich verhandeln kann. „Er ist eigentlich ein freundlicher und ziemlich schlauer Mensch, nur leider so rabenschwarz“, heißt es aus der Spitze der Grünen (…)“.

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