Sie sind in der Regel zwischen 16 und 18 Zentimeter lang, rundlich und haben einen Umfang von drei Zentimetern. Sie gedeihen besonders gut in großer Hitze und warten darin, um als tödliche Gefahr auf die Menschen niederzukommen und sie pandemieartig in den Tod zu reißen. Die Rede ist von Bratwürsten. Ihnen sagt die Bundesregierung nun der Kampf an.
Satire? Ein Witz? Nun, zugegeben, die Aufmachung ist ein wenig zugespitzt. Aber im Kern geht die Bundesregierung nun tatsächlich gegen die tödliche Gefahr vor, die von der gemeinen Haus- und Wiesenbratwurst ausgeht. Die neue Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU) hat in der Neuen Osnabrücker Zeitung (NOZ) einen “Musterhitzeschutzplan” vorgestellt, den ihr Haus zusammen mit dem Deutschen Olympischen Sportbund entwickelt hat.
In dem Musterhitzeschutzplan heißt es laut NOZ: Wenn es heiß ist, sei „auf Ausschank von alkoholischen, stark zuckerhaltigen, koffein- oder taurinhaltigen Getränken zu verzichten“. Außerdem gelte es „offenes Feuer / Grill (zu) vermeiden“. Wer kennt das Phänomen schließlich nicht? Bei Außentemperaturen von 35 Grad Celsius scharen sich die Besucher eines Fußballspiels rund um das Grillfeuer und sterben nach einem Daueraufwärmen von 37 bis 52 Stunden an Durst oder Erschöpfung. Gut, dass die Regierung da jetzt endlich was unternimmt.
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