Unions-Rebell bei Lanz: AfD nicht umsonst auf Platz eins

vor 6 Monaten

Unions-Rebell bei Lanz: AfD nicht umsonst auf Platz eins
Bildquelle: Tichys Einblick

Bei Lanz läuft heute alles aus dem Ruder. Erst lässt er 30 Minuten lang die amerikanische Innenpolitik debattieren. Und als es endlich um Deutschland geht, entgleiten dem Moderator zeitweise alle Zügel. Der Grund hat einen Namen: Armin Petschner-Multari.

Wenn ZDF-Korrespondent Elmar Theveßen über die jüngsten Ereignisse in den USA spricht, rutscht Petschner-Multari unruhig auf seinem Sessel hin und her. Der 36-Jährige korrigiert Theveßen, ordnet die Vorfälle rund um die US-Einwanderungsbehörde ICE mitunter deutlich anders ein als „unser Mann im Weißen Haus“. Theveßen, der in alter Manier Trump als Faschisten hinstellt und die USA als Orwell-Staat, trifft plötzlich auf offenen Widerspruch. ICE habe sogar einen Fünfjährigen verschleppt, behauptet Theveßen. „Das habe ich anders wahrgenommen“, erklärt Petschner-Multari, erzählt eine andere Version der Geschehnisse – und Lanz schaut bedröppelt zu. Sein Lieblings-Korrespondent und Freund Elmar wird gerade auf offener Bühne zerlegt.

Mit seiner Kampagnen-Agentur „The Republic“ ist Petschner-Multari zwar für eine stramm konservative Politik bekannt. Doch wie er heute Abend seinen Leuten hier in Deutschland wie in Amerika die Sporen gibt, hat eine neue Dimension. Auch er kritisiert das Vorgehen der ICE-Agenten, doch er gibt Kontra, wenn Theveßen überdreht. Nach den zwei Todesfällen bei ICE-Einsätzen konstatiert der Korrespondent etwa, hier werde konsequent „menschliches Leben verachtet“. Es gehe um White Supremacy, also Rassismus. Petschner-Multari differenziert, sieht in den USA (wo er selbst zeitweise lebt) zwei extreme Pole, die aufeinander losgelassen würden. Die ICE-Beamten seien sehr schlecht ausgebildet, und die Lage sei hochpolitisiert. „Dass es da zu Verfehlungen kommt, ist fast nicht auszuschließen.“

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