Gefälligkeitswissenschaft ist es, wenn Herfried Münkler den Ukraine-Krieg für CDU-Kanzler Merz als eine Art „Kohl-Moment“ an die politische Ordensbrust heften will. Merz‘ Flucht vor den Riesenproblemen daheim in die Außenpoltik zum Sieg zu verklären, ist Propaganda.
Bei Münkler klingt das so: „Man kann schon jetzt beobachten, wie der Kanzler eine Führungsrolle in Europa übernommen hat … Er hat dies zum einen durch die eingeleitete Wiederherstellung der Fähigkeit der Bundeswehr zur Landes- und Bündnisverteidigung getan, und zum andern, indem er nicht nur Starmer und Macron, sondern auch noch weitere europäische Partner in der Ukraine-Frage politisch eingebunden hat (Stern)“. − Wie bitte?
Zentralstaat EU. Nach der peinlichen Schulstunde für die eingebildete europäische Troika Macron-Merz-Starmer vor dem Schreibtisch von Daddy Donald propagiert Münkler die EU als Zentralstaat: Mit Merz` Strategie zur „Hierarchisierung der Politik … Die europäische Politik wird dann nicht mehr durch 26 Staaten bestimmt, die sich dafür einig sein müssen, sondern durch eine europäische Führungsgruppe.“ – Herr Mümkler, das heißt, die EU sprengen. Manche ihrer Kritiker werden genau das begrüßen.
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