Krankenkassen werden ausgeplündert

vor mehr als 1 Jahr

Krankenkassen werden ausgeplündert
Bildquelle: Tichys Einblick

Erst Anfang des Jahres ist der durchschnittliche Zusatzbeitrag, den die gesetzlich Versicherten an die Krankenkassen zahlen müssen, von 1,7 auf 2,5 Prozent verdoppelt worden. Doch das reicht nicht aus. Schon mehren sich die Warnungen, dass einige Kassen kurz vor der Zahlungsunfähigkeit stehen. „Die Schere zwischen den Beitragseinnahmen und den Ausgaben im Gesundheitssystem geht immer weiter auseinander. Und die Politik tut nichts dagegen“, kritisierte Jens Baas, Vorstandschef der Techniker Krankenkasse (TK), gegenüber dem Focus.

Dabei ist der Begriff von einem „freiwilligen Zusatzbeitrag“ nichts weiter als ein Etikettenschwindel. Der Beitrag ist keineswegs freiwillig für den Versicherten, sondern darf von den Krankenkassen freiwillig erhoben werden, um Finanzierungslücken zu stopfen. Auf diesen Zusatzbeitrag sind sie jedoch angewiesen, daher wird er in vielen Fällen auch ausgeschöpft. Die Politik kann sich derweil jedoch auf die Schulter klopfen, dass der allgemeine Krankenversicherungssatz nominell gleich geblieben ist.

Die finanzielle Notlage der Krankenkassen liegt unter anderem an den steigenden Gesundheitskosten. Zwischen 2013 und 2023 stiegen die Gesundheitsausgaben der Krankenkassen um 54,4 Prozent (Destatis, TE-Berechnung). Die allgemeine Preissteigerung in diesen zehn Jahren betrug hingegen 25,4 Prozent (Statista, TE-Berechnung)

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