Der Rundfunkbeitrag könnte ab dem 1. Januar 2027 um 28 Cent auf 18,64 € pro Monat steigen. Das empfiehlt die Finanzkommission KEF laut einer Pressemitteilung vom Freitag. Der erhöhte Beitrag würde für die Jahre 2027 und 2028 gelten. Danach muss neu überprüft werden, ob der Beitrag angepasst werden soll. Der Anstieg fällt niedriger aus als ursprünglich vorgeschlagen. Zuvor hatte die KEF eine Anhebung um 58 Cent auf 18,94 Euro monatlich empfohlen.
Davon wurde nun jedoch Abstand genommen. Zum einen, weil nicht alle sechzehn Bundesländer der höheren Erhöhung zustimmen. Zum anderen, weil die Einnahmen aus Rundfunkgebühren und weiteren Finanzerträgen deutlich höher waren als 2024 geschätzt. In dem Jahr betrugen die Gesamteinnahmen 10,389 Milliarden Euro. Die Einnahmen aus den Rundfunkgebühren betrugen 8,74 Milliarden Euro. Eine weitere Erhöhung ist derweil nicht ausgeschlossen.
„Hält man sich die ausgeprägten geo- und innenpolitischen Entwicklungen, beispielhaft die gestiegenen Zu- und Rückwanderungsbewegungen oder das ‚Sondervermögen für Infrastruktur und Klimaneutralität‘, mit ihren Folgen für den Wohnungsmarkt und die Höhe der Kapitalmarktzinsen vor Augen, wird offensichtlich, dass sich innerhalb von zwei Jahren daraus deutliche Veränderungen bei zentralen Parametern der Beitragsberechnung ergeben konnten”, so der Kommissionsvorsitzende.
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