Kindergeld, das ans Ausland fließt, ist ein Aufregerthema seit Jahren. Seit 2010 hat sich der Bereich zum offensichtlichen Geschäftsmodell ausgewachsen. Von 35,8 Millionen Euro (2010) stiegen die Ausgaben auf 528 Millionen im vergangenen Jahr. Das ist eine Vierzehnfachung, und offenbar steckt eine Masche dahinter, die sich allmählich herumspricht. Der Eindruck ist, dass dahinter meist Migranten stehen, die sich zwar in Deutschland beim Jobcenter anmelden, ihre Kinder aber in den Heimatländern gelassen haben oder gar selbst pendeln, um Sozialleistungen in Deutschland abzuschöpfen. Die zuständigen Behörden lassen es mit sich machen.
Insgesamt zahlte die Bundesagentur für Arbeit im vergangenen Jahr 55,3 Milliarden Euro an Kindergeld aus. Davon geht also etwa ein Prozent auf ausländische Konten, meist nach Polen, Rumänien, Tschechien, Frankreich, Kroatien, die Slowakei, Ungarn und Bulgarien. Das ist offenbar die Top-8 der Empfängerstaaten, wie eine parlamentarische Frage des Abgeordneten René Springer (AfD) zeigt.
Laut Bundesagentur flossen rund 211 Millionen Euro auf polnische Konten, 63 Millionen Euro gingen nach Rumänien, 50 Millionen Euro nach Tschechien. Zwei Kategorien fallen einem dazu ein: Entweder geht es um Roma und Sinti, die hier deutsches Kindergeld beanspruchen, oder vielleicht auch Frauen, die in Deutschland in der 24-Stunden-Betreuung arbeiten. Der Staat subventioniert damit ein Modell quer, das für manch einen erwünscht sein mag. Aber es bleibt bei der unerwünschten Quersubvention aus der Familienkasse der Bundesagentur für Arbeit.
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