Kfz-Haftpflichtversicherungen: Das Geschäft mit der Intransparenz

vor 4 Monaten

Kfz-Haftpflichtversicherungen: Das Geschäft mit der Intransparenz
Bildquelle: NiUS

In den letzten Jahren wurden die Prämien für Kfz-Haftpflichtversicherungen von nahezu allen Versicherern drastisch erhöht. Die Begründung ist stets dieselbe: gestiegenes Schadensaufkommen, höhere Werkstattpreise, allgemeine Teuerung.

Auf Nachfrage wird häufig die Combined Ratio (heißt: Schaden-Kosten-Quote) bemüht, eine Kennzahl aus internen Verteilungen, Rückstellungen und Modellannahmen, die von außen nicht nachprüfbar ist. Sie beschreibt lediglich rückblickend aggregierte Ergebnisse, erklärt jedoch nicht die Zusammensetzung konkreter Prämien.

Häufig folgt auch der Hinweis auf die Aufsicht durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin), der suggeriert, die Tarife seien inhaltlich geprüft und damit gerechtfertigt. Tatsächlich überprüft die BaFin jedoch keine einzelnen Prämienkalkulationen im Sinne eines Preis-TÜV. Ihre Aufgabe besteht darin, die Solvenz der Versicherer sicherzustellen, also zu überwachen, ob Unternehmen ihre Verpflichtungen langfristig erfüllen können. Sie kontrolliert Eigenmittel, Rückstellungen und Risikomodelle, greift jedoch nicht in die konkrete Preisgestaltung einzelner Tarife ein, solange keine offensichtlichen Missstände vorliegen.

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