Der Deutsch-Libanese Abdul Ballout verübte am Samstag einen Terroranschlag: Er raste mit einem Lieferwagen in eine Menschenmenge, die den Christopher Street Day in Berlin feierte. Innenminister Alexander Dobrindt sagte, dass der Anschlag islamistisch motiviert sei. Bereits in der Vergangenheit war Ballouts islamistische Gesinnung Gegenstand von Verfahren vor deutschen und libanesischen Gerichten. Nach Deutschland kehrte er selbstständig zurück, wie die Generalstaatsanwaltschaft Berlin gegenüber Apollo News bestätigte.
Am 20. Mai 2025 war er von Berlin aus über die Türkei in den Libanon gereist. Das Ziel: sich in Syrien dem „Islamischen Staat“ anzuschließen und dabei zu helfen, „gegen die erklärten ,Feindes des Islams‘ zu kämpfen“. Am 23. Juli wurde er dann im Libanon verhaftet und saß dort drei Monate in Untersuchungshaft. Wie aus Gerichtsunterlagen hervorgeht, die Apollo News vorliegen, wurde er am 12. Oktober 2025 im Libanon wegen Anstiftung zu religiösen und konfessionellen Konflikten zu drei Monaten Haft und einer Geldstrafe von 800.000 libanesischen Pfund verurteilt. Anschließend wurde er freigelassen.
Am 17. November 2025 kehrte er selbstständig nach Deutschland zurück und wurde dann am Flughafen BER festgenommen, wie die Generalstaatsanwaltschaft gegenüber Apollo News mitteilte. Die Redaktion hatte nachgefragt, ob die Rückreise „im Wege eines förmlichen Auslieferungsverfahrens, einer Abschiebung/Ausweisung durch den Libanon“ oder eigenständig erfolgt war. Nachdem Ballout wieder in Deutschland war, wurde gegen ihn ein Prozess wegen der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat geführt. Grund für den Prozess war der Umstand, dass er sich dem „Islamischen Staat“ hatte anschließen wollen.
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