In vitalen Demokratien besitzen gesellschaftliche Eliten eine fundamentale Funktion. Sie sind Leumund der Vernunft, Leuchttürme der Orientierung und der Ausguck auf dem Mast des Staatsschiffs auf hoher See, wo die meisten den Überblick verloren haben. Zu normalen Zeiten beeinflusst ihr Urteil auf unterschiedlichen Wegen die politische Willensbildung: über Medien, den Kulturprozess oder die unmittelbare, häufig auch hart geführte Konfrontation mit den Repräsentanten des politischen Systems.
Eliten besitzen die ethische Pflicht zur Intervention, wenn Politik die Souveränität der Bürgerschaft bedroht. Mit dem Aufstieg des Ökosozialismus nahm diese Bedrohung Konturen an: voraufklärerisch, passiv-aggressiv, stets darauf fixiert, Bürgern und freier Wirtschaft so viel Geld wie möglich zu entziehen. Die Klima-Lobby lieferte den apokalyptischen Soundtrack für die Etablierung einer Günstlingswirtschaft, die den Steuerzahler nach Strich und Faden ausbeutet.
Vorsichtig wagen sich nun die ersten Vertreter der Wirtschaft aus der gut subventionierten Deckung. Sie geben sich in den Medien die Klinke in die Hand: Nach Evonik-Chef Kullmann beklagte nun auch BASF-Chef Markus Kamieth die hohen Kosten, die mit der grünen Kunstwirtschaft für sein Unternehmen und die gesamte Branche einhergehen. Sicherlich würde Kamieth diese dennoch nie als das bezeichnen, was sie ist: eine Parasitärökonomie. Dennoch ist der Schaden, den die Politik im Klimarausch angerichtet hat, nicht mehr zu ignorieren, hat doch die deutsche Chemie inzwischen etwa 25 Prozent ihres Produktionsoptimums eingebüßt.
TERROR AUF CSD: Ganz Berlin ist geschockt! Debatte über Gefährder I WELT STREAM










