Kein Befreiungsschlag, sondern Chaos-Kabinett: Merz ist nicht Macher, sondern Getriebener

vor etwa 2 Stunden

Kein Befreiungsschlag, sondern Chaos-Kabinett: Merz ist nicht Macher, sondern Getriebener
Bildquelle: Apollo News

„Never change a winning team“ ist ein altes englisches Sprichwort – folgerichtig ist es daher, dass Friedrich Merz seine Regierungsmannschaft umbaut. Doch ein Befreiungsschlag, als den manche diese Rochade verkaufen wollen, ist es nicht. Auch wenn manch ein großes Medium jetzt die Schritte des Kanzlers bejubelt, der es jetzt allen gezeigt und Führungsstärke demonstriert habe: Nichts dergleichen stimmt natürlich, nicht mal im Ansatz.

Ganz im Gegenteil: Merz ist ein Getriebener, der in der Affäre um Jens Spahn und die Leihmutterschaft nur passiv war, nur reagierte. Tagelang hielt Merz still, ließ den Dingen so ihren Lauf. Noch wenige Stunden vor dem Spahn-Rücktritt machte er lockere Scherze. Dann lief er den Geschehnissen hinterher.

Wir sehen deshalb auch keine mutige Rochade, keine starke Ersatzmannschaft, die aufläuft. Merz holt kein Ass aus dem Ärmel. Es ist eher ein Durchmischen desselben Kartendecks, mit dem Merz seit vergangenem Jahr spielt. Der große Wurf, die Trumpfkarte, bleibt aus.

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