Die KEF hat am Freitag in Berlin die nächste Rechnung für das ÖRR-System vorgelegt: Ab dem 1. Januar 2027 soll der Rundfunkbeitrag um 28 Cent auf 18,64 Euro steigen. Weniger als früher kalkuliert, aber nicht, weil plötzlich Demut eingekehrt wäre, sondern weil das System mehr Geld abwarf als veranschlagt.
Die Kommission begründet die niedrigere Empfehlung gegenüber 2024 vor allem mit höher ausgefallenen Einnahmen aus dem Beitrag und höheren Finanzerträgen. Dazu kommt: ARD und ZDF haben Investitionen verschoben, dadurch liegen mehr Eigenmittel auf dem Tisch. Unterm Strich wird also nicht „gespart“, sondern umsortiert, damit die Maschine weiterläuft.
Besonders bezeichnend ist die Empfindlichkeit des Modells: Die Zahl der beitragspflichtigen Wohnungen entwickelte sich günstiger als prognostiziert. Ein Prozent mehr oder weniger Haushalte verschiebt den Monatsbeitrag rechnerisch um rund 20 Cent, sagt die KEF. Die Legitimation bleibt unangetastet, die Stellschraube ist Statistik.
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