Alles muss raus: Kahlschlag bei VW

vor 5 Monaten

Alles muss raus: Kahlschlag bei VW
Bildquelle: Tichys Einblick

Lange hat die deutsche Wirtschaft dem politischen Treiben von der Seitenlinie zugesehen – womöglich zu lange. Der Kostendruck, den die Energiewende und die weitreichende Regulierungspolitik aus Brüssel entfacht haben, spiegelt sich inzwischen in den Geschäftszahlen wider.

Nach Stellantis und Opel verkündete am Montag auch Volkswagen einschneidende Maßnahmen, um der existenziellen Wirtschaftskrise zu begegnen. Konzernchef Oliver Blume stellte ein Sparprogramm vor, das nach Angaben des Manager Magazins die Kosten des Unternehmens konzernweit bis Ende 2028 um ein Fünftel senken soll.

Präsentiert wurde der interne Kahlschlag bereits Mitte Januar von Blume und Finanzvorstand Arno Antlitz. Eine konkrete Stellungnahme des Unternehmens zur Strategie liegt bislang jedoch nicht vor. Auch Werksschließungen am Heimatstandort Deutschland sollen wohl zur Debatte stehen.

Der Handlungsdruck ist derweil enorm. Für das vergangene Jahr fehlt noch das endgültige Geschäftsergebnis. Was sich nach drei abgeschlossenen Quartalen jedoch abzeichnet, ist ein Einbruch des operativen Ergebnisses (EBIT) um voraussichtlich 48 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf etwa 9,9 Milliarden Euro. Die EBIT-Marge, Ausdruck der Rentabilität des Unternehmens, verschlechterte sich auf 3,05 Prozent von zuvor 5,87 Prozent.

Die Umsätze stagnierten im vergangenen Jahr im Vergleich zum Vorjahr bei rund 324 Milliarden Euro bei einem Absatz von etwa neun Millionen Fahrzeugen, der um 0,5 Prozent rückläufig war. Besonders das Schlussquartal verzeichnete einen Einbruch des Absatzes um 4,9 Prozent, wobei insbesondere die Märkte in China und Nordamerika deutliche Einbußen zeigten.

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