Beim abendlichen Talk zwischen Jan Böhmermann und Kulturstaatsminister Wolfram Weimer im Haus der Kulturen der Welt (HKW) geriet der Minister ins Kreuzfeuer des ZDF-Satirikers. Böhmermann warf ihm nicht nur vor, er habe in sein Programm „autoritär reinregiert“, sondern bezeichnete den Antisemitismus des Rappers zudem als nachvollziehbare Provokation – ohne Gegenrede des Ministers. NIUS hat das Gespräch unter dem Motto „Technik kill Kultur“ vor Ort verfolgt und präsentiert die größten Kontroversen des Abends – in Bild und Ton.
Ohne einen ausgetüftelten Technikschmuggel wäre das Gespräch nämlich nicht für die Nachwelt erhalten worden. Wie auch in der Ausstellung „Die Möglichkeit der Unvernunft“ forderte der öffentlich-rechtliche Witzbold und seine „Gruppe Royale“ ihr Publikum bereits bei der Ticketkontrolle dazu auf, die Handys an der Garderobe abzugeben. Damit auch wirklich sichergestellt werden konnte, dass (fast) niemand sein Gerät mit in das Miriam Makeba Auditorium bringt, wurden am Eingang Körperscanner aufgestellt.
Ob Böhmermann verhindern wollte, dass ausführlich über seine Attacken auf Weimer berichtet wird? Obwohl er selbigen im Verlauf des Abends noch als autoritär bezeichnen soll, zeigt er in dieser Hinsicht hier selbst eine doch sehr strikte Vorstellung von Pressefreiheit.
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