Der Reaktorunfall von Tschernobyl im Jahr 1986 schockte die Italiener mehr als Bürger in anderen Ländern, die zu diesem Zeitpunkt Kernkraftwerke betrieben. In einer Volksabstimmung beschlossen sie das Ende dieser Technik. 1990 wurden die letzten der vier italienischen Kernkraftwerke stillgelegt, was kaum Probleme bereitete, denn nur eins davon hatte mit gut 800 Megawatt eine nennenswerte elektrische Leistung. Die anderen kamen zusammen nur gut auf die Hälfte.
Heute versorgt sich das Land zu jeweils gut 40 Prozent mit grünem und fossilem Strom. Bis zu 20 Prozent des Bedarfs wird importiert, vor allem aus Frankreich und der Schweiz. Jetzt will Italien wieder unabhängiger werden, zum einen, weil die Kosten für Erdgas steigen, zum anderen, um die Klimaziele zu erreichen.
Das Gesetz wird die Regierung ermächtigen, die Rückkehr zur Kernenergie im Rahmen der EU-Dekarbonisierungsmaßnahmen bis 2050 und der Ziele zur Energiesicherheit umfassend zu regeln. Das Mandat umfasst unter anderem die Einrichtung einer unabhängigen Behörde für nukleare Sicherheit, die Stärkung der wissenschaftlichen und industriellen Forschung, die Entwicklung neuer Kompetenzen sowie die Durchführung von Informations- und Sensibilisierungskampagnen.
IRAN-KRIEG: Trump schmiedet Atom-Deal mit Saudi-Arabien! USA greifen Mullahs weiter an I WELT LIVE










