Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach war am Dienstagabend zu Gast bei Markus Lanz. Dort nahm er Stellung zu der Situation bei der Pflegeversicherung. Die Nachricht von der drohenden Insolvenz der Pflegeversicherung hätte viele „verunsichert“. Diese Berichte seien Lauterbach zufolge Panikmache gewesen. „Das hätte man aus meiner Sicht so nicht schreiben sollen“.
Medien, die entsprechende Meldungen veröffentlicht hätten, wirft er vor, Teile der Bevölkerung vorsätzlich verunsichern zu wollen. Viele Redakteure hätten entsprechende Artikel mit niederen Absichten veröffentlicht. Ihnen wirft er vor, sich beim Schreiben dieser Nachricht gedacht zu haben: „Ich will Menschen verunsichern, damit alte Leute dann sagen: ´Um Gottes Willen, was wird denn dann aus mir´“. „Diese Verunsicherung ist eine Schlagzeile nicht wert“, resümiert der Gesundheitsminister.
Doch dass die Pflegeversicherung mit massiven Problemen zu kämpfen hat, musste der Gesundheitsminister schon im Vorfeld einräumen. Dies erklärte sein Sprecher im Rahmen einer Pressekonferenz. „Das hat im Wesentlichen drei Gründe“, heißt es aus dem Gesundheitsministerium. „Mit der jüngsten Pflegereform haben wir die Pflegebedürftigen in Heimen erheblich entlastet, Pflegekräfte bekommen höhere Löhne, und es gibt mehr Pflegebedürftige als angenommen“.
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