Anlässlich des 82. Jahrestags des D-Day hat US-Verteidigungsminister Pete Hegseth eine Rede auf dem US-Friedhof in Colleville-sur-Mer in der Normandie gehalten. Dabei verglich er die damalige Landung der Alliierten in Frankreich mit der Ankunft von Migranten in Europa. „Leider werden heute verschiedene europäische Strände von verschiedenen gefährlichen Ideologien gestürmt: An den Stränden Spaniens, Italiens, Griechenlands und Bulgariens landen Boote und Menschen.“
Im weiteren Verlauf seiner Rede fragte Hegseth: „Wann werden die europäischen Hauptstädte etwas gegen diese Invasion unternehmen, oder ist es bereits zu spät?“ Hegseth sieht bei seinen europäischen Verbündeten noch die Möglichkeit, einzulenken. Hegseth rief in seiner Rede außerdem seine europäischen Partner dazu auf, die eigenen Verteidigungskapazitäten auszubauen. Dabei müsse Amerika „den Weg weisen“, was Amerika auch tun werde. Amerikas Verbündete müssten aber „Schulter an Schulter mit uns stehen“.
Hegseth hob damit in seiner Rede zwei Kritikpunkte der US-Administration von Präsident Donald Trump an den europäischen Verbündeten hervor, die diese schon länger hat. Zum einen sieht die US-Regierung die Migrationsströme nach Europa als Gefahr an, zum anderen beschwert sich die US-Regierung regelmäßig darüber, dass Europa nicht genug für die eigene Verteidigung ausgibt und sich auf die Verteidigungsfähigkeit der USA ausruht. Mehrfach drohte Trump bereits, sein Engagement in der NATO zurückzufahren.
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