Die Union fällt weiter und weiter und weiter und weiter. Wie ein kopfloses Huhn, das noch weiterläuft, bevor es dann doch umfällt. Im neuen INSA-Sonntagstrend steht CDU/CSU nur noch bei 21 Prozent. Für eine Partei, die sich weiter als natürliche Regierungspartei dieses Landes betrachtet, lässt sich attestieren: die Versetzung in eine nächste Regierung ist mit lauter Mangelhaft und Ungenügend auf dem vom Wähler ausgestellten Umfragezeugnis klar gefährdet.
Der Absturz auf 21 Prozent trifft die Union im Kern ihres Selbstbildes. Die CDU lebt nur noch in ihrer Erinnerung von früheren Mehrheiten. Sie redet von Verantwortung, Stabilität und Mitte. Doch in den Umfragen sieht man, was von dieser Erzählung übrig bleibt, wenn Bürger auf Massenmigration, innere Sicherheit, Energiepreise, Wirtschaftslage, Belastungen, Meinungsfreiheit und staatliche Übergriffigkeit schauen. Die Union sitzt im Kanzleramt, aber sie überzeugt nicht. Und wenn man den Kanzler an seine gebrochenen Zusagen und Versprechungen erinnert und ihn „Lügenfritz“ ruft, fährt die volle Staatsmacht gegen die Bürger auf. Abschaffen wollte die gesamte CDU diesen Paragraphen nicht. Im Gegenteil. Sie bastelt an allen möglichen und unmöglichen Stellen am Zensurkomplex mit oder steht in zunehmend treibendem Maß dahinter, in Brüssel wie auch in Berlin.
Merz hat jahrelang den Eindruck gepflegt, mit ihm werde die Union wieder eine andere Partei. Härter in der Migration, klarer in der Wirtschaft, nüchterner gegenüber grüner Bevormundung, freier gegenüber dem linken Meinungskartell. Tatsächlich erleben die Bürger eine CDU, die vor jeder wirklichen Korrektur zurückgetreten ist und sich am Ende wieder an jenen Konsens bindet, der sie überhaupt erst in diese Lage gebracht hat.
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