Die neue Umfrage von INSA für Bild am Sonntag verfestigt den Aufwärtstrend der AfD – und den Sinkflug der Union um Senkblei-Bundeskanzler Friedrich Merz. Die AfD steht hier nunmehr bei Werten von 28 Prozent und erreicht damit in dieser Erhebung einen neuen Höchstwert. Die Union fällt auf 24 Prozent zurück und ist damit nicht mehr nur deutlich überholt, sondern klar hinter sich gelassen.
Für Friedrich Merz ist das ein weiterer vernichtender Befund. Er war angetreten, die Union aus der Ampelverwüstung herauszuführen, das bürgerliche Lager zu sammeln und der AfD das Wasser abzugraben – nach eigenen Worten zu halbieren. Tatsächlich passiert das völlige Gegenteil. Die Union verliert weiter an Boden, Merz sortiert sich unter Klingbeil als zweiten Mann ein und überlässt in der Außenwahrnehmung der ausgebombten SPD die Führungsrolle – während die AfD davonzieht. Der Abstand wächst, und mit ihm bestätigt sich von Woche zu Woche immer mehr der Eindruck, dass die CDU unter Merz zwar regiert, aber nicht führt.
Die Wähler sehen sehr genau, was diese Regierung liefert und was nicht. Sie sehen eine Union, die den großen Richtungswechsel angekündigt hat und dann im Regierungsalltag wieder im alten deutschen Kleinmut versinkt. Sie sehen ein Kanzleramt, das den Anspruch auf Erneuerung vor sich herträgt, aber in allen wesentlichen Punkten das genaue Gegenteil geliefert hat. Genau davon lebt die AfD. Sie muss gar nichts Neues erfinden. Es reicht, dass die Konkurrenz ihre eigenen Versprechen abräumt.
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