Die Krise der deutschen Wirtschaft geht weiter. Nach einer aktuellen Konjunkturumfrage des Münchner Ifo-Instituts vom April sehen 8,1 Prozent der Unternehmen in Deutschland den eigenen Fortbestand gefährdet. Damit steht rechnerisch etwa jedes zwölfte Unternehmen unter existenziellem Druck.
„Die wirtschaftliche Lage bleibt angespannt“, sagte Klaus Wohlrabe, Leiter der Ifo-Umfragen. „Die Insolvenzzahlen dürften vor dem Hintergrund der geopolitischen Unsicherheit in den kommenden Monaten auf einem hohen Niveau bleiben.“
Besonders dramatisch ist die Lage im Einzelhandel. Dort sehen 17,4 Prozent der Unternehmen ihre Existenz bedroht, ein neuer Höchststand. Die Kaufzurückhaltung der Verbraucher bleibt das beherrschende Problem. Hinzu kommen der wachsende Online-Handel und der Druck durch Billiganbieter aus dem Ausland. Für den gesamten Handel, also Groß- und Einzelhandel zusammen, fürchten 1,6 Prozent der Unternehmen, ihr Geschäft aufgeben zu müssen.
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