Die Zahl der Bucheinzelhändler ist in Deutschland auf einen neuen Tiefstand gesunken. Gut 2.980 Buchhandlungen gab es 2023 – ein Rückgang um knapp ein Viertel (24 Prozent) binnen fünf Jahren, stellte das Statistische Bundesamt fest. Aktuelles Beispiel: Anfang des Jahres gab die Düsseldorfer Buchhandlung „Stern-Verlag“ auf, nach Angaben des Branchenmagazins „Buchreport“ ist das Deutschlands größte Buchhandlung. Das Ende des 8.000 Quadratmeter großen Literaturtempels scheint ein Symbol für die andauernde Krise des klassischen Buchhandels.
Dieser Schrumpfungsprozess werde nach Überzeugung von Boris Hedde vom Institut für Handelsforschung in Köln weitergehen. „In vielen Fällen braucht man heute einfach kein Buch mehr, um sein Informationsbedürfnis zu befriedigen“ – und verweist auf die wachsende Bedeutung des Internets bei der Suche nach Wissen.
Mein gesunder Menschenverstand fühlt sich umnebelt von dieser Aussage: Um Himmelwillen – es geht doch nicht um „Befriedigung des Informationsbedürfnisses“, jedenfalls nur selten. Und von der wachsenden Bedeutung des Internets habe ich auch schon gehört.
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