Im baden-württembergischen Hohenlohekreis wurde 2024 das „Hitzetelefon“ eingeführt. Der Telefonservice soll insbesondere ältere Menschen an heißen Tagen anrufen, um Tipps zum Umgang mit der Hitze zu geben, ans Trinken zu erinnern oder Hilfeleistungen anzubieten. Doch wie der SWR jetzt berichtet, wurde das Telefon im Hohenlohekreis im gesamten Sommer von lediglich zwei Menschen genutzt.
Grund für die geringe Nachfrage nach dem Hitzetelefon sei nicht etwa das wechselhafte Wetter oder schlicht der mangelnde Bedarf für einen solchen Service – nein, nach Angaben des Landratsamtes würden Bürger das Telefon aus Angst vor Telefonbetrug meiden. So würden die Menschen Schockanrufe und Enkeltricks befürchten und daher ihre Daten nicht weitergeben wollen, resümiert die Behörde. Für das Hitzetelefon waren 20 ehrenamtliche Mitarbeiter eingeplant.
Daher plant das Landratsamt, mit unverbindlichen Erstgesprächen, seriöserem Design und der Zusicherung der Datenweitergabe nur unter Zustimmung für mehr Transparenz des Projekts zu sorgen. So solle das Vertrauen der Bürger in das Hitzetelefon gestärkt werden. Man rechne dadurch in Zukunft mit einer erhöhten Nachfrage.
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