Der Auslöser für den Streik ist der Konflikt um ein umfassendes Sparprogramm des US-Autokonzerns: Bis Ende 2027 sollen 2900 Stellen am Standort Köln gestrichen werden – das entspricht etwa jedem vierten Arbeitsplatz. Der Konzern begründet die Maßnahme mit notwendigen Kostensenkungen angesichts enttäuschender Absatzzahlen bei den neu eingeführten Elektromodellen. Die IG Metall hingegen spricht von einer „konzeptlosen Rosskur“, die den Standort Köln und die dortige Ford-Tochter existenziell gefährdet.
Die Stimmung in der Belegschaft ist explosiv: Laut IG Metall sind 80 Prozent der Beschäftigten gewerkschaftlich organisiert. Eine kürzlich durchgeführte Urabstimmung ergab eine Streikbereitschaft von 93,5 Prozent – ein klares Signal an die Konzernspitze.
Die Gewerkschaft fordert einen Sozialtarifvertrag, der insbesondere für hohe Abfindungen, Qualifizierungsmaßnahmen und Insolvenzsicherheiten sorgen soll. Die Verhandlungen darüber sind ins Stocken geraten – trotz vorangegangener Warnstreiks im März und April. Der Betriebsrat wirft dem Management vor, bislang kein tragfähiges Konzept für die Zukunft des Standorts vorzulegen.
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