Die Wirtschaftsaussichten für Deutschland bleiben schwach. Für dieses Jahr erwarten die Wirtschaftsweisen nur noch ein halbes Prozent Wachstum. Auch für die kommenden Jahre ist fraglich, ob es zu einer echten Erholung kommt. Können Hightech-Gründungen eine Lösung sein?
Deutschland vertraut noch immer auf seine industrielle Substanz: die Autoindustrie, den Maschinenbau, die chemische Industrie und das breite Zulieferernetzwerk. In den vergangenen Jahren wurden diese Bereiche jedoch durch hohe Energiepreise, Regulierung, Planungsunsicherheit und eine ideologisch getriebene Transformationspolitik geschwächt. Dies wird durch Abwanderungen und Insolvenzen tragisch sichtbar.
Diese Industrien wieder fit zu bekommen, ist die Grundvoraussetzung für künftiges Wachstum in Deutschland. Doch darüber hinaus, und nicht etwa alternativ dazu, muss Deutschland den Anschluss an die neuen Hightech-Industrien schaffen.
Wie schlecht die Bundesrepublik im Bereich der Hightech-Gründungen derzeit aufgestellt ist, zeigt eine aktuelle öffentliche Datenauswertung des Cambridge-Forschers Federico Bartalucci. Er hat ausgewählte Hightech-Bereiche untersucht, darunter Pharma, Elektronik sowie Luft- und Raumfahrt, und analysiert, wie häufig in Europa in diesen Bereichen gegründet wurde. Die Daten wurden auf Ebene der Kreise und größeren Städte ausgewertet, also europäischer NUTS-3-Regionen. Gemessen wurde die durchschnittliche jährliche Zahl neuer Firmen je 10.000 Einwohner in den Jahren 2022 bis 2025.
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