Die Freiheit hat in Deutschland nur eine kleine Lobby, aber viele Feinde. Einige Dutzend davon demonstrierten am Freitagnachmittag vor dem Hotel Atlantic in Münster, wo sich die Hayek-Gesellschaft in diesem Jahr zu ihrer Jahrestagung und der Verleihung der Hayek-Medaille an die Wirtschaftsweise Prof. Veronika Grimm eingefunden hatte.
„Um zu bemerken, dass man selbst nicht klug ist, müsste man es sein“, sagte Carlos A. Gebauer, Justiziar der Hayek-Gesellschaft, gerade auch mit einem süffisanten Blick auf die Feinde der Freiheit vor dem Hotel und draußen im Land in seiner Eröffnungsrede und spießte pointiert einige Entwicklungen der aktuellen Politik auf, die eine Mischung aus Freiheitsfeindlichkeit und eher skurrilen Abwegen des Intellekts erkennen ließen.
Gebauer verwies auf die frühere SPD-Chefin Saskia Esken, die mit Blick auf ein Interview mit dem Thüringer AfD-Chef Björn Höcke eine schwarze Liste für missliebige Medien ins Spiel gebracht hatte. „Bei Frau Esken kann man keine Zitate aus dem Kontext reißen“, so Gebauer. „Es gibt keinen.“ Grundsätzlich gelte, dass das mediale Abbild niemals die Realität vollkommen abbilden könne. Es komme deshalb darauf an, durch den Vergleich einer möglichst großen Zahl der medialen Abbilder sich der Realität anzunähern.
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