Denunziationsplattform HateAid bekommt den Günter-Wallraff-Preis

vor 3 Monaten

Denunziationsplattform HateAid bekommt den Günter-Wallraff-Preis
Bildquelle: Tichys Einblick

Nur zur Erinnerung: Es gab mal eine Zeit, da sorgte man sich in Deutschland ernsthaft ob eines aufblühenden Denunziantenunwesens. »Der größte Lump im ganzen Land, das ist und bleibt der Denunziant.« Diese Warnung wird dem Dichter des Deutschlandliedes Hoffmann von Fallersleben (1798 – 1874) zugeschrieben. »Verpestet ist ein ganzes Land, wo schleicht herum der Denunziant … Der Menschheit Schandfleck wird genannt der niederträchtige Denunziant.« Diese Verse waren 1884 im Satireblatt »Der Wahre Jakob« zu lesen.

„Sind wir wieder so weit?“ – „im besten Deutschland, das es jemals gegeben hat“ (Frank-Walter Steinmeier am 3. Oktober 2020). Ja, wir sind längst wieder so weit. Wie Pilze bei schwül-warm-feuchtem Wetter schießen „Meldestellen“ und politische sowie administrative Initiativen zur Strangulierung der Meinungs- und Informationsfreiheit aus dem Boden.

Klar: All diese Strangulierungen zu befördern, braucht man reale Vorbilder, die voranmarschieren und denen es nachzueifern gilt. Die 2018 – unter anderem auch von der Kampagnen-Organisation Campact e.V. als Mitgesellschafter – gegründete, mit Millionen Steuergeldern gepamperte gemeinnützige GmbH (gGmbH) HateAid ist ein solches Vorbild: geführt von den Geschäftsführerinnen Anna-Lena von Hodenberg (zuvor RTL und NDR) und Josephine Ballon.

Tausende von Denunzianten will man/frau anlocken: „Egal, ob du selbst digitale Gewalt erlebt hast, Zeug*in von Online-Angriffen geworden bist oder Fälle von Hassrede im Netz melden möchtest: Hier bist du richtig. Bitte fülle unser Meldeformular aus. Unsere Berater*innen lassen alles sorgfältig prüfen und werden sich dann bei dir melden.“ Das schreibt HateAid auf der Website.

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